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Photovoltaikmodule - wie wählt man die richtigen aus?

Der Aufbau einer Photovoltaikanlage umfasst viele Komponenten, von denen die wichtigsten die Photovoltaikmodule sind. Sie absorbieren die Sonnenenergie und wandeln sie in Strom um. Bei der Auswahl eines Modulherstellers kann es hilfreich sein, das BloombergNEF Tier 1-Rating zu verwenden, das die besten Hersteller auf dem Weltmarkt ausweist.

Was ist die BloombergNEF-Tier-1-Liste?

Fotovoltaikmodule haben derzeit eine Lebensdauer von etwa 25 Jahren. Sie sind die teuerste Komponente des gesamten Systems, weshalb es sinnvoll ist, externe Wissensquellen zu nutzen, um die hochwertigsten auszuwählen.

Das Bloomberg-Ranking der Analystenfirma ist eine hervorragende Informationsquelle für die besten auf dem Markt erhältlichen Module. Diese Rangliste wird vierteljährlich aktualisiert und klassifiziert nur Panels der Kategorie Tier1. Es gibt keine weitere Einstufung in Tier2 oder Tier3. Obwohl diese Begriffe von der Industrie erfunden wurden, bietet nur die Tier1-Mitgliedschaft eine Garantie für höchste Qualität und die Einhaltung strenger Standards.

Hersteller, die wollen, dass ihre Paneele in die Tier1-Kategorie aufgenommen werden, müssen eine Reihe von wichtigen Bedingungen erfüllen:

  • Mindestens fünf Jahre Erfahrung, die eine stabile finanzielle Situation und eine hohe Produktqualität gewährleisten.
  • Fertigstellung von mindestens sechs Projekten in den letzten zwei Jahren mit einer Gesamtkapazität von 1,5 MW, die mit positiven finanziellen Ergebnissen abgeschlossen wurden.
  • Bestätigung der Liquidität durch sechs Banken mit Nachweis der Zahlungsfähigkeit.
  • Besitz einer in sich geschlossenen, automatisierten Produktion, um einen effizienten Materialeinsatz zu gewährleisten.
  • Verkauf von Eigenmarkenmodulen und aktive Investitionen in das Marketing, um das Vertrauen in die Marke zu stärken.
  • Investitionen in Forschung und Entwicklung, um höchste Qualität zu gewährleisten.

Welche Paneele sollte man für eine Photovoltaikanlage wählen?

Photovoltaikmodule bestehen aus Zellen, die hauptsächlich aus Silizium bestehen. Auf dem Markt gibt es verschiedene Arten von Modulen, die sich in Bezug auf Wirkungsgrad, Anwendung, Aussehen und Preis unterscheiden. Monokristalline Paneele sind am weitesten verbreitet, während bifaziale Paneele seltener verwendet werden.

Monokristalline Paneele

Monokristalline Paneele sind aus einzelnen Silizium-Einkristallen aufgebaut. Diese Struktur erhöht ihren Wirkungsgrad, aber auch die Produktionskosten. Sie sind bei hohen Temperaturen und bei voller Sonneneinstrahlung effizienter. Darüber hinaus haben sie eine einheitliche Farbe, was sie ästhetisch ansprechender macht.

Bifacial-Paneele

Bifacial-Paneele haben aktive Schichten auf beiden Seiten, so dass sie Licht aus zwei Richtungen gleichzeitig absorbieren können. Dadurch sind sie etwa 25 % effizienter als einseitige Paneele, was sich in niedrigeren Energiekosten niederschlägt. Sie sind jedoch teurer und erfordern eine spezielle Installation - die Fläche hinter dem Paneel muss eben und reflektierend sein, und die Paneele sollten in der richtigen Höhe über dem Boden angebracht werden, vorzugsweise auf dem Boden. Die Montage auf dem Dach schränkt die Wirksamkeit von bifacialen Paneelen ein.

Die verfügbaren Paneele variieren in ihrer Leistung, so dass die Installation auf die maximale Leistung, den verfügbaren Montageplatz und die Erwartungen zugeschnitten werden kann. Im Allgemeinen gilt: Je höher die Leistung, desto größer die Montagefläche und desto höher der Preis.

Neben der Tier-1-Liste von BloombergNEF lohnt es sich, auf die Angaben in den Datenblättern der Paneele zu achten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie bei der Auswahl der richtigen Paneele Folgendes beachten sollten:

1. Leistung (Wirkungsgrad)

Wirkungsgrad des Panels: Hier wird gemessen, wie gut das Modul Sonnenlicht in Strom umwandelt. Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet, dass weniger Module benötigt werden, um eine bestimmte Leistung zu erzielen.

Wirkungsgrad unter verschiedenen Bedingungen: Einige Paneele arbeiten besser bei schwachem Licht oder hohen Temperaturen.

2. Nennleistung (Wp)

Maximale Leistung: Die maximale Leistung, die ein Modul unter Standardtestbedingungen (STC) erreichen kann.

3. Haltbarkeit und Lebensdauer

Lebensdauer: Ein typisches Photovoltaikmodul hat eine Lebensdauer von etwa 25-30 Jahren.

Jährlicher Leistungsverlust: Der prozentuale Verlust der Modulleistung im Laufe der Zeit. Ein geringerer jährlicher Leistungsverlust bedeutet eine längere Nutzungsdauer des Panels.

4 Kosten

Anschaffungspreis: Die Anschaffungskosten der Module.

Kosten pro Watt: Der Wert der Kosten der Module pro Watt Leistung, der beim Vergleich verschiedener Modelle hilft.

5 Garantie

Produktgarantie: Deckt Herstellungs- und Materialfehler ab, in der Regel für 10-25 Jahre.

Leistungsgarantie: Sichert eine Mindestleistung nach einem bestimmten Zeitraum, z. B. 80 % nach 25 Jahren.

6 Zertifizierungen und Qualitätsstandards

Zertifizierungen: Bestätigung der Einhaltung internationaler Qualitäts- und Sicherheitsnormen, z. B. IEC 61215, IEC 61730.

7. Witterungsbeständigkeit

Widerstandsfähigkeit gegenüber hohen und niedrigen Temperaturen: Wie gut sich das Paneel bei extremen Temperaturen verhält.

Wind- und Hagelbeständigkeit: Wie gut die Platte mechanischen Schäden durch starken Wind oder Hagel widersteht.

8. Ästhetik

Ästhetik: Das Aussehen der Paneele, besonders wichtig bei häuslichen Anwendungen, bei denen die Ästhetik für den Eigentümer wichtig sein kann.

9 Paneel-Typ

Monokristallin: Höhere Effizienz und Ästhetik, bessere Leistung bei voller Sonne und hohen Temperaturen.

Polykristallin: In der Regel billiger, aber weniger effizient und ästhetisch weniger ansprechend.

Bifazial: Sie absorbieren das Licht von beiden Seiten, was den Wirkungsgrad erhöht, erfordern aber besondere Installationsbedingungen.

10 Herstellungstechnologie

Zelltechnologie: Unterschiedliche Zelltechnologien, wie PERC, HJT oder Tandem, können sich auf die Leistung und die Kosten der Module auswirken.

Durch die Berücksichtigung dieser Merkmale können Photovoltaikmodule besser an die spezifischen Bedürfnisse und Installationsbedingungen angepasst werden.

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